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Mobbing
Raus aus der Opferrolle

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Mobbing ist eine Form offener und/oder subtiler Gewalt. Sie richtet sich über längere Zeit gegen Personen mit dem Ziel der sozialen Ausgrenzung und Erniedrigung. Es ist nicht zu verwechseln mit Streitereien oder aggressiven Ausgrenzungen.

Jugendliche, die sich von Mitschülern oder auch Lehrern immer wieder herabgesetzt, schikaniert oder gedemütigt fühlen, kommen häufig erst spät in die Psychotherapie. Sie suchen die Schuld bei sich, weil sie keine „coolen Klamotten“ tragen oder besonders gute Noten schreiben. Allerdings ist es tatsächlich kein individuelles Problem der Opfer oder Täter, sondern ein strukturelles Gruppenphänomen, das auf der Grundlage des Wegschauens und Duldens entschiedene Interventionen verlangt. Täter kommen selten in die Psychotherapie, da sie Macht demonstrieren und ihre Schwächen mit ihrem Verhalten kompensieren.

Die Opfer kommen in die Therapie, da sie durch plötzlich schlechte Schulnoten, Alpträume, häufige Bauchschmerzen und ängstliches Verhalten auffallen. Ihr geringes Selbstwertgefühl verhindert es häufig, sich selbst aktiv Hilfe zu holen.

Psychosomatische Reaktionen verschwinden schnell, wenn sich die Opfer in der Einzeltherapie verstanden fühlen. Daneben finden konkrete, den Selbstwert aufbauende Interventionen statt. Häufig ist eine Zusammenarbeit mit Eltern und Lehrern notwendig, um den Mitschülern gegenüber zu treten und eine positive Gruppendynamik einzuleiten. Soziale Gewandtheit und gesundes Selbstvertrauen helfen dann den Betroffenen, ihren Platz in der Gemeinschaft zu finden.

Falldarstellung:
Die 10-jährige Lisa wird von ihrer Mutter in der Praxis vorgestellt. Lisa geht seit dem Schulwechsel nicht mehr gerne zur Schule. Am Sonntagabend weint sie immer und will dann in das elterliche Bett. Auch nach Rücksprache mit der Klassenlehrerin hat die Mutter keine Erklärung dafür.
In den diagnostischen Sitzungen wird deutlich, dass Lisa sich auf der neuen Schule einsam fühlt. Die Schule ist ihr viel zu groß, in den Pausen weiß sie nicht, was sie machen soll. Mitschüler hänseln sie in den Pausen, weil sie keine Markenklamotten trägt. Manchmal stellen ihr auch die Jungen ein Bein, so dass sie dann stürzt. Selbst im Unterricht werden ihre Beiträge negativ kommentiert. Die Lehrer sagen nichts dazu.
In der folgenden Psychotherapie fühlt sich Lisa verstanden. Es kann ein gutes, vertrauensvolles Arbeitsbündnis hergestellt werden. Lisa findet heraus, mit wem sie in der Klasse befreundet sein will. Sie geht auf die Mitschüler zu und findet bald zwei Freundinnen, die sie gegen die Jungen auch stärken. Bald lassen diejenigen, die gemobbt haben, Lisa in Ruhe. An diesem Prozess werden die Lehrer und Eltern beteiligt. Die Lehrerin stoppt die Attacken im Unterricht und nimmt eine eindeutige Stellung ein. Die Eltern fördern die Selbständigkeit ihrer Tochter, in dem sie ihr zu trauen, eigenständig ihr Ziel zu erreichen. Sie fahren Lisa nicht mehr regelmäßig. Kontakte zu Gleichaltrigen kann sie eigenständig aufnehmen und gestalten.
Das macht Lisa stolz und selbstbewusst, was sie auch ausstrahlt.

Mitgliedschaft in Berufsverbänden

  • Deutsche Vereinigung für Gestalttherapie e.V.; DVG
  • Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie e.V.; DeGPT
  • Berufsverband akademischer PsychotherapeutInnen e.V; BAPt
  • Fachgesellschaft EMDRIA-Deutschland; EMDRIA
  • Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung; DPtV
  • Psychotherapeutenkammer NRW; PTK-NRW

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